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Amtliche Quellen

Payiwo stützt sich auf öffentlich zugängliche Normen, Gesetze und Berichte. Hier finden Sie eine Übersicht der wichtigsten Referenzdokumente.

Die folgenden Quellen bilden die Grundlage der redaktionellen Arbeit auf Payiwo. Alle aufgeführten Dokumente sind öffentlich zugänglich. Normen können über das Deutsche Institut für Normung (DIN) oder das Beuth-Portal bezogen werden. EU-Rechtsakte sind über EUR-Lex frei verfügbar.

Gesetzliche Grundlagen (Deutschland)

Verpackungsgesetz (VerpackG)

Bundesrecht

Das Verpackungsgesetz regelt die Anforderungen an Hersteller und Inverkehrbringer von Verpackungen in Deutschland. Es legt Recyclingquoten fest, regelt die Registrierungspflicht beim LUCID-Register und definiert, welche Verpackungen systembeteiligungspflichtig sind.

Bundesministerium der Justiz, bgbl.de, zuletzt geändert 2021

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Bundesrecht

Das KrWG bildet den übergeordneten Rahmen für Abfallvermeidung und Recycling in Deutschland. Es definiert die Abfallhierarchie: Vermeidung vor Wiederverwendung vor Recycling vor Verwertung vor Beseitigung.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Einwegkunststofffondsgesetz (EWKFondsG)

Bundesrecht

Seit 2024 müssen Hersteller bestimmter Einwegkunststoffprodukte in einen Fonds einzahlen. Das Gesetz betrifft auch Onlineshop-Betreiber, die Kunststoffverpackungen verwenden.

Umweltbundesamt, uba.de

EU-Rechtsrahmen

EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

EU-Recht

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und führt verbindliche Anforderungen an Recyclingfähigkeit, Mindestrezyklateinsatz und Verpackungsminimierung ein. Gilt schrittweise ab 2030.

EUR-Lex, Verordnung (EU) 2026/40

Green Claims Directive (Entwurf)

EU-Recht

Die EU-Richtlinie zu Umweltaussagen soll sicherstellen, dass Begriffe wie "biologisch abbaubar", "klimaneutral" oder "öko" nur dann verwendet werden dürfen, wenn sie nach definierten Kriterien belegt sind.

Europäische Kommission, Richtlinienentwurf 2023

Normen (DIN / EN / ISO)

DIN EN 13432

Norm

Diese Norm definiert Anforderungen an Verpackungen, die durch Kompostierung und biologischen Abbau verwertet werden können. Sie legt fest, was "industriell kompostierbar" bedeutet: 90 Prozent Abbau in 12 Wochen bei 58 Grad Celsius.

DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

EN 17427

Norm

Diese Norm gilt für Verpackungen, die in Haushaltskompostierungsanlagen verwertet werden können. Die Anforderungen sind strenger als DIN EN 13432, da Haushaltskompost deutlich niedrigere Temperaturen erreicht.

Europäisches Komitee für Normung (CEN)

DIN EN ISO 2234

Norm

Prüfverfahren für Verpackungen und Transportverpackungen unter statischer Belastung (Stapeldrucktest). Relevant für die Bewertung von Polstermaterialien unter realen Lagerbedingungen.

DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

DIN EN 643

Norm

Europäische Liste der Altpapiersorten. Definiert Qualitätsstufen für Altpapier und ist relevant für die Frage, ob bestimmte Papierverpackungen tatsächlich im Altpapierkreislauf verwertbar sind.

DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Behörden und Institutionen

Umweltbundesamt (UBA)

Bundesbehörde

Das UBA veröffentlicht Berichte zu Verpackungsabfällen in Deutschland, Recyclingquoten und Materialströmen. Die Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Einordnung von Verpackungsentscheidungen.

uba.de

Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR)

Öffentliche Stelle

Die ZSVR betreibt das LUCID-Register, in dem sich Hersteller systembeteiligungspflichtiger Verpackungen registrieren müssen. Relevant für alle Onlineshop-Betreiber, die Verpackungen in Verkehr bringen.

verpackungsregister.org

Bundesministerium für Umwelt (BMUV)

Bundesministerium

Das BMUV veröffentlicht Leitfäden zu Verpackungsrecht, Mehrwegpflichten und Nachhaltigkeitsanforderungen. Die Publikationen sind kostenlos zugänglich.

bmuv.de

Zertifizierungsstellen

TÜV Austria (OK Compost)

Zertifizierung

TÜV Austria vergibt die OK Compost-Siegel für industriell und heimkompostierbare Materialien. Das Siegel ist in Europa weit verbreitet und basiert auf EN-Normen.

tuv-at.com/ok-compost

Forest Stewardship Council (FSC)

Zertifizierung

FSC zertifiziert nachhaltige Forstwirtschaft. Das FSC-Siegel auf Papierverpackungen zeigt an, dass das Holz aus verantwortungsvoller Waldbewirtschaftung stammt.

fsc.org / fsc-deutschland.de

PEFC Deutschland

Zertifizierung

PEFC ist das weltweit verbreitetste Forstzertifizierungssystem. Es hat einen anderen Ansatz als FSC: Statt Einzel-Waldzertifizierung werden regionale Forstsysteme bewertet.

pefc.de

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Normen und Gesetze ändern sich. Payiwo aktualisiert diese Seite regelmäßig. Bei rechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Rechtsanwalt oder die zuständige Behörde.

Gestapelte Normdokumente und Zertifizierungsunterlagen auf einem Holzschreibtisch